Gemäß dem Kündigungsschutzgesetz kann eine (wirksame) Kündigung eines Arbeitsverhältnisses nicht ohne Grund erfolgen. Bei der Begründung einer Kündigung unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Kündigungsgründe:

Während die verhaltens- und personenbezogene Kündigung die Person des Arbeitnehmers betrifft bzw. dessen Verhalten, ist die betriebsbedingte Kündigung auf das Unternehmen bzw. auf den konkreten Arbeitsplatz des Arbeitnehmers bezogen. Man kann also sagen, die betriebsbedingte Kündigung rührt aus der Sphäre des Arbeitgebers, die personen- oder verhaltensbedingte Kündigung entstammt hingegen der Sphäre des Arbeitnehmers.

Je nach Zuordnung einer Kündigung müssen unterschiedliche Voraussetzungen vorliegen, da andernfalls die Kündigung unwirksam ist. Als Arbeitgeber sollte man daher vor Ausspruch einer Kündigung grundsätzlich den Rat eines Fachanwalts für Arbeitsrecht zu Rate ziehen, um häufige Fehler im Kündigungsprozess und damit im Optimalfall einen nachfolgenden Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht zu vermeiden. Umgekehrt kann ein auf Arbeitsrecht spezialisierter Rechtsanwalt einem Arbeitnehmer, der eine Kündigung erhalten hat, helfen, die Gründe der Kündigung herauszubekommen und im Wege der Klage hiergegen vorzugehen.

Personenbedingte oder verhaltensbedingte Kündigung?

Wie die Bezeichnung bereits verrät, betrifft die personenbedingte Kündigung die Person des Arbeitnehmers und die verhaltensbedingte Kündigung dessen Verhalten. Grob gesagt, bei einer personenbedingten Kündigung will der Arbeitnehmer arbeiten, kann aber nicht. Bei einer verhaltensbedingten Kündigung kann er arbeiten, will aber nicht.

Beispiel: Ein LKW-Fahrer, dem der Führerschein entzogen worden ist, kann den LKW nicht mehr führen, auch wenn er wollte. Ein LKW-Fahrer, der jeden Morgen seine Schicht verspätet bzw. unpünktlich antritt, will in der Regel nicht pünktlich zur Arbeit erscheinen.

Kündigung Arbeitsrecht Anwalt Hautumm Düsseldorf

Teilweise ist die Unterscheidung auch schwierig, bspw. im Falle eines Verstoßes gegen das Alkoholverbot am Arbeitsplatz. Hat der Mitarbeiter zu lange gefeiert und erscheint alkoholisiert am Arbeitsplatz, kann dies ggf. eine verhaltensbedingte Kündigung (ggf. nach vorheriger Abmahnung) rechtfertigen. Hat der Mitarbeiter in der Mittagspause Alkohol getrunken und stellt sich später heraus, dass der Mitarbeiter an einer Alkoholsucht leidet, wäre dies ein Fall einer personenbedingten Kündigung. Im Falle einer Sucht kann der Mitarbeiter sein Verhalten eben nicht so einfach selbstbestimmt steuern, daher müssen dann für eine Kündigung andere Voraussetzungen gegeben sein.

In den folgenden Beiträgen erhalten Sie detaillierte Informationen zu den Themen

Personenbezogene Kündigung - Kanzlei für Arbeitsrecht Hautumm in Düsseldorf

 

 

 

Personenbezogene Kündigung

 

Verhaltensbedingte Kündigung - Kanzlei für Arbeitsrecht Hautumm in Düsseldorf

 

 

 

Verhaltensbedingte Kündigung

 

Betriebsbedingte Kündigung - Kanzlei für Arbeitsrecht Hautumm in Düsseldorf

Betriebsbedingte Kündigung

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